9.8.08
11:00 von Berlin-Spandau mit Fahrrädern losgefahren. In Oranienburg von zwei Radfahrer nach dem Weg nach Neu Ruppin gefragt. Wir haben ihnen Weg über Löwenberg gezeigt. Sie wollten nicht diesen Weg. Eine viertel Stunde später wurden wir von ihnen überholt. In Oranienburg den Radweg gesucht. Beschilderung schlecht. Zwischen Oranienburg und Nassenheide wird Radweg zum Trampelpfad. Nach Nassenheide Richtung Löwenberg steigt das Gelände an. Starker Gegenwind. Beine erlahmten. 18:30 kurz vor Löwenberg einen Acker gefunden, um unser Zelt aufzuschlagen. Nudeln mit Soße und Zwiebeln gegessen.
Tagesetappe: 65 km. Gesamt: 65 km.

10.8.08
7:30 aufgestanden. Zum Frühstück Nudeln mit Soße. Wollten zusammenpacken. Hat angefangen zu regnen. 11:15 hat Regen aufgehört. Losgefahren. Kurze Zeit später wieder Regen. Haben über eine Stunde in Bus-Wartehäuschen das Ende des Regens abgewartet. Nachdem wir weitergefahren sind, erneut leichter Regen. Trotzdem weitergefahren. Auf den Radweg Berlin-Kopenhagen gestoßen und diesen benutzt. Zuerst in die falsche Richtung, weil Richtungsangaben fehlen. Bei Himmelpfort falsch gefahren. Mussten Gespanne zwei Brücken hinauf tragen, bzw. schieben. Sandigen Waldweg und wurzeligen Trampelpfad benutzt. Eine Stunde verloren. Wieder in Himmelpfort angekommen. Weihnachtsmannstube gesehen. 18:30 Campingplatz am Röblinsee in Ravensbrück in Fürstenberg erreicht.
Tagesetappe: 42 km. Gesamt: 107 km.

11.8.08
6:45 ist Martin aufgestanden auf und hat Schrippen geholt. 11:45 abgefahren. Nach Waschanlage zu Fahrradgeschäft gefahren. Passende Schutzbleche für Martins Fahrrad nicht vorhanden. Dann im Kreis gefahren, weil Radweg Berlin-Kopenhagen nicht aufschlussreich markiert ist. Radweg ist teilweise in sehr schlechtem Zustand. Von Wurzeln aufgebrochener Asphalt, Schotterpiste, Kopfsteinpflaster. Nachdem unser Unmut zu groß geworden ist, haben wir die Bundesstraße benutzt. Radreisende, die uns schon einmal überholt hatten, überholten uns wieder. In Neustrelitz einkaufen gegangen. Nördlich von Neustrelitz Betonplatten als Radweg, dann auf die Straße gefahren. Danach gut ausgebauter Radweg. Nachdem Radweg zu Ende, wegen irreführender Beschilderung falsch gefahren. Haben aber Radweg wiedergefunden. Radweg besteht aus nur mit allradgetriebenen Fahrzeugen in beiden Richtungen befahrbaren Waldweg. Sehr starkes sandiges Gefälle. Anhänger haben Hinterräder zur Seite gedrückt. Nach dem Waldweg wieder Asphaltstraße. 19:20 zwischen Äckern befindlichen überdachten Picknickplatz gefunden. Dort Weizengrütze mit Sojagranulat und Gemüsesoße gekocht. Nach Einbruch der Dunkelheit unter dem Tisch schlafen gelegt.
Tagesetappe: 59 km. Gesamt: 166 km.

12.8.08
Hat vor der Morgendämmerung zu regnen begonnen. 7:45 aufgestanden. Leicht angefeuchtete Matten und Schlafsäcke im Dachgebälk zum Trocknen aufgehängt. Dann Weizengrütze mit Sojagranulat und Soße gefrühstückt. Regen hat aufgehört. Alles zusammengepackt und losgefahren. In Penzlin ein Stück in die falsche Richtung gefahren. Nach Voßfeld schlammiger Waldweg. Zwischen Luplow und Briggow Baumbeschneidungsarbeiten. Mussten Fahrräder und Anhänger über Graben tragen und auf Acker weiterschieben. In Ivenack 700- bis 1000-jährige Eichen besichtigt. 19:30 Campingplatz am Kummerower See bei Sommersdorf erreicht. Nach wohltuender Dusche Nudeln mit Soja und Soße gegessen.
Tagesetappe: 61 km. Gesamt: 227 km.

13.8.08
11:40 abgefahren. In Gremmen hat sich Ingo neuen weicheren Sattel gekauft und montiert. Dann weitergefahren. Bei McDonnalds einen kräftigenden Imbiss eingenommen. 17:30 hat es angefangen zu regnen. Haben uns bei einem Autohändler untergestellt. Eine halbe Stunde später wieder Sonnenschein. Weitergefahren. 20:20 in Stralsund kleines Stück falsch gefahren. 21:20 Campingplatz in Altefähr (am Strelasund) erreicht. Rezeption hatte schon geschlossen. Konnten uns aber per Telefon anmelden. Zum Abendessen nicht gekocht, um frühes Abfahren zu ermöglichen. In der Nähe stattfindendes Rockkonzert hat musikalische Begleitung beim Einschlafen geliefert.
Tagesetappe: 88 km. Gesamt: 315 km.

14.8.08
6:30 aufgewacht. 8:10 abgefahren. Strecke hügelig und windig. Stark angestrengt und wenige kurze Pausen gemacht, um auf Fähre mitzufahren, die um 12:45 ablegt. 12:35 Neu Mukran erreicht. Falsche Zufahrt zum Fährhafen Saßnitz genommen. Anstrengung war umsonst, da wir eine Stunde vorher am Hafen sein müssen. Fahrkarte gekauft. Dann zu nahegelegenem Imbiss gefahren, um zu essen. Anschließend im Hafen auf nächste Fähre gewartet. Nach dem wir an Bord gegangen sind, längere Zeit bis zum Ablegen gewartet. Fähre ist anstatt 17:45 erst 18:05 abgefahren. 22:10 in Trelleborg angekommen. Zum nächstliegenden Campingplatz gefahren. Kurz nach 23:00 dort angekommen. Aber um 23:00 schließt Campingplatz. Haben abgelegenen Platz zum Lagern gesucht. Zelt auf Schutthügel neben verfallenen Gebäuden aufgebaut. Reis mit Soße gekocht.
Tagesetappe: 80 km. Gesamt: 395 km.

15.8.08
8:00 aufgewacht. Reis mit Soße gefrühstückt. Eine Zeltstange war gebrochen. Wurde von Ingo repariert. 13:15 Richtung Malmö abgefahren. Wurden in Malmö von deutschem Radfahrer, der auf dem Weg von Narvik in Norwegen nach Deutschland war, nach dem Weg nach Trelleborg gefragt. Konnten ihm hinreichend Auskunft geben, da unsere Karte besser, als seine. Wollten auf Fähre nach Kopenhagen. Aber nach Fertigstellung der Öresundbrücke wurde Fährverkehr eingestellt. Durch die halbe Stadt zurück zum Campingplatz in Malmö gefahren. 20:00 auf Campingplatz eingetroffen. Reis mit Soße, Soja und Zucchini zum Abendessen.
Tagesetappe: 63 km. Gesamt: 458 km.

16.8.08
8:45 aufgewacht. Zum Frühstück u.a. zwei hartgekochte Eier. Martin hat angebrochene Zeltstange repariert. 13:20 losgefahren. Starker Gegenwind. In Lomma verfahren. 17:15 Campingplatz in Lomma aufgesucht. Beim Zeltaufbau haben zwei Mädchen aus Österreich vom Nachbar-Zeltlager geholfen. Zum Abendessen Reis mit Soja und Soße. Musik einer Hochzeitsfeier drang aus einem Festzelt in der Nähe.
Tagesetappe: 25 km. Gesamt: 483 km.

17.8.08
7:40 aufgestanden. Zum Frühstück Knäckebrot und Ei. 12:00 abgefahren. Unterwegs wegen unzureichender Beschilderung der Radwege einmal im Kreis gefahren. Starker Gegenwind auf der ganzen Strecke. 19:20 im Hafen Helsingborg angekommen. 19:30 hat Fähre nach Helsingør abgelegt. Überfahrt hat 20 Minuten gedauert. 20:15 auf Campingplatz in Helsingør angekommen. Zum Abendessen Reis mit Soja und Soße. Alle halbe Stunde fuhr Bahn in 10 Meter Abstand vom Zelt vorbei.
Tagesetappe: 67 km. Gesamt: 550 km.

18.8.08
8:10 aufgestanden. Zum Frühstück Knäckebrot mit Ei und Nudeln mit Soße. 12:30 losgefahren. Strecke geht bergauf, bergab. In Gilleleje plötzlich Regen. Das Ende des starken Regens in Wartehäuschen einer Bushaltestelle abgewartet. Nach einer halben Stunde war Regen vorbei. Nach Rågeleje weitergefahren. 17:00 auf Campingplatz Heatherhill bei Rågeleje angekommen. Während Zeltaufbau vom Regen überrascht. Schnell ins Zelt gekrochen und gewartet. Nach Ende des Regens Zelt eingeräumt. Nach dem obligatorischen Duschen einen Strandspaziergang gemacht. Früherer Sandstrand ist heute ein Steinstrand. Dann zum Abendessen Nudeln mit Soja und Soße.
Tagesetappe: 36 km. Gesamt: 586 km.

19.8.08
8:15 aufgestanden. Zum Frühstück Toast mit Ei. Am Vormittag einige Regenschauer. Sind im Zelt geblieben und haben Schach gespielt. Am Nachmittag zwei Zeltstangen repariert. Kurz danach wieder Regenschauer. Zeit mit Kartenspielen und Schiffe-Versenken verbracht. Am Abend zwei Eier für nächsten Morgen gekocht. Zum Abendessen Nudeln mit Soße.
Tagesetappe: 0 km. Gesamt: 586 km.

20.8.08
8:10 aufgestanden. Zum Frühstück Toast mit Ei. 12:00 nach Tisvildeleje zum Bahnhof abgefahren. In Tisvildeleje kein Bahnfahrkartenverkauf. Haben erfahren, dass in der Bahn Fahrkartenautomaten sind, die aber nur Bargeld akzeptieren. Zu nahegelegener Tankstelle mit Geldautomat gefahren. Leider Automat außer Funktion. Deshalb nach Helsinge gefahren. Strecke hügelig. Fahrkartenverkauf am Bahnhof nimmt keine Kreditkarten. Also am Geldautomat einer Bank Geld geholt und damit am Bahnhof Fahrkarten nach Gedser gekauft. Bahnbediensteter hat darauf hingewiesen, dass wir in Hillerød und København umsteigen müssen. Fahrräder mit Anhänger gingen problemlos in den modernen Triebzug. Hillerød ist Kopfbahnhof. In auf Einsatz wartenden Triebzug nach Køge gestiegen. Sehr geräumig, schöne Polsterung. In København ausgestiegen und auf Plänen nach Zug nach Gedser gesucht. Nicht gefunden. Darum nächsten Zug nach Køge bestiegen. War leider rappelvoll. Mussten im Türbereich stehen und an fast jeder Haltestelle Leute vorbei lassen. In Køge wieder vergeblich nach Zug nach Gedser gesucht. Keine Bahnauskunft vorhanden. Von Reinigungspersonal die Info erhalten, dass wir Zug nach Næstved nehmen und dort in Zug nach Nykøbing-F umsteigen müssen. Einstieg in Triebzug nach Næstved hat leichte Schwierigkeiten bereitet. Vom Zugbegleiter erfahren, dass der Zug nach Gedser, für den wir Fahrkarten hatten, nur Sonntags fährt. Heute war aber Mittwoch. In Naestved nach einiger Wartezeit in Zug nach Nykøbing-F gestiegen. Türbereiche und Gänge zu Fahrradabteilen so eng, dass wir nicht in Fahrradabteile gelangten und in verschiedenen Wagen fahren mussten. Da wir Fahrräder mit Anhänger nur zu zweit hineinheben können, mussten wir uns auf dem Bahnsteig beeilen. Zugbegleiterin hat kugelrunde Augen bekommen, als sie sah, dass wir mit den Anhängern in den Türbereichen standen. Hat sich bei uns erkundigt, ob wir damit schon in anderen Zügen gefahren sind, was das für Züge waren und etwas von Freihalten der Ausstiege bei Gefahr erzählt. Hat bezweifelt, dass die Bahn normalerweise Fahrradanhänger mitnimmt. An der nächsten Station musste Martin in den ersten Wagen wechseln. Sind wieder über den Bahnsteig geflitzt. 20:15 in Nykøbing-F angekommen. Dann in Richtung Gedser losgestrampelt. Ständig Gegenwind. Anstrengend. Haben nach Einbruch der Dunkelheit ein Schild mit Zeltplatz-Symbol gesehen, den Zeltplatz jedoch nicht gefunden. Ingo hat seine Sonnenbrille verloren. 23:00 in Gedser eingetroffen, Fahrkarten für die Fähre nach Rostock gekauft und im Wartesaal auf Holzbänken, die die menschliche Anatomie nicht berücksichtigen, Platz genommen.
Tagesetappe: 54 km. Gesamt: 640 km.

21.8.08
2:00 Fähre wurde beladen. Außer unseren, noch vier weitere Fahrzeuge. An Bord erstmal gefrühstückt. 4:15 in Rostock angekommen. Eine Stunde später am Bahnhof. In aller Eile mit Hilfe einer Bahnbediensteten am Fahrkartenautomat Fahrkarten für zwei Personen und zwei Fahrräder nach Berlin gekauft. Fünf Minuten später ging unser Regionalzug als Direktverbindung nach Berlin. Zugbegleiterin hat darauf hingewiesen, dass wir für die Anhänger eigentlich ebenfalls Fahrradkarten bräuchten. 9:17 in Berlin-Hbf angekommen und in Regionalbahn nach Berlin-Spandau umgestiegen. Von dort nach Hause gefahren.
Tagesetappe: 17 km. Gesamt: 657 km.

Übernachtungsplätze:
9.8.08

10.8.08

11.8.08

12.8.08

14.8.08

16.8.08

17.8.08

18.8.08 und 19.8.08
