21.7.07
Stehen 7:05 im Kleingarten in Berlin-Spandau auf, packen unsere Sachen und fahren zum Bahnhof Spandau. 8:35 Abfahrt mit EC nach Dresden. Einige Radtouristen berichten von ihren Reiseerlebnissen. Fahrräder mit Anhänger passen in Dresden nicht mehr in den Anschlusszug nach Hof. Zwei Stunden Wartezeit. Dann nach Hof. Warten 1 1/2 Stunden in Hof. Dann weiter nach München. Stange im Türeinstieg bereitet Problem. 23 Fahrräder + 2 Anhänger im Fahrradabteil. Fahrradabteil im RE von München nach Rosenheim hat von oben bis unten durchgehende Stange. Sehr problematisch. Kommen 22:35 in Rosenheim an. Fahren nicht weiter, weil sonst Wartezeit bis 5:00 in Kufstein. Fahren stattdessen zum mit Hilfe eines Satellitenfotos in der Vorbereitung ausgesuchten Übernachtungsplatz. Bauen auf freier Wiese Zelt auf. Als Abendessen kalte im Garten geerntete und geschmorte grüne Bohnen. Legen uns 1:00 schlafen.
Kilometerstand: 0 km, Tagesetappe: 0 km.

22.7.07
Stehen 6:40 auf, beladen Anhänger und fahren zum Bahnhof Raubling. Haben Genug Zeit, um an Tankstelle Brötchen und Wasser zu kaufen. 7:42 Abfahrt nach Innsbruck. Bemerken im Zug, dass an Ingos Anhänger Schnellspanner vom linken Rad lose. Rad steht schief. Befestigen Rad korrekt. In Innsbruck angelangt, beginnt unsere eigentliche Radreise. Schalten am Bahnhof Innsbruck Fahrradcomputer ein. Fahren in Innsbruck zum Campingplatz Kranebitten, um zu duschen. Duschen ist für uns kostenlos. Wir bedanken uns. Spannen 12:00 Ingos Gangschaltungszug nach. Dann Abfahrt Richtung Brenner. Am Anfang ab und zu leichter Regen. Straße zum Brenner ist steil. Kommen ins schwitzen. Machen einige kurze Pausen. Zahlreiche Mountenbike- und Rennradfahrer grüßen uns. Einige Autofahrer überholen rücksichtslos trotz Gegenverkehr. Bei Grieß fängt Ingos Tretlager an zu knacken. Kurz vor dem Brennerpass ist die Straße so steil, dass wir schieben müssen. Einen Kilometer vor Brenner wird Martins Hinterrad platt. Schieben bis zur Shell-Tankstelle in Brenner weiter. Flicken dort Schlauch. Wiese an Tankstelle ist nicht abgemäht. Wollen dort deshalb nicht übernachten. Fahren 20:50 weiter, um Campingplatz aufzusuchen. In der Karte eingezeichneter zwei Kilometer entfernter Campingplatz nicht mehr vorhanden. Straße hat starkes Gefälle. Erreichen Geschwindigkeit bis 60 km/h. Tunnel sind beleuchtet. Fahren bis Sterzing durch. Möchten von dort bis fast nach Ratschings zum Campingplatz Gilfenklamm. Fahren aufgrund unklarer Wegbeschreibung im Kreis. Werden von zwei Kindern mit Rädern auf den richtigen Weg geführt. Speisen 22:00 in Campingplatz-Pizzeria. Bauen dann Zelt auf. Beine schmerzen. Können kaum noch laufen. Sind völlig erschöpft.
Kilometerstand: 74 km, Tagesetappe: 74 km.

23.7.07
Stehen 7:45 auf. Kochen zum Frühstück Nudeln. Fahren 12:15 ab. Steigungen und Gefälle der Straße wechseln sich ab. An einigen Straßenabschnitten gibt es Fuß-/Radwege. Jedoch teilweise mit extremen Steigungen oder Gefällen. Machen in Brixen in kleinem Café Pause. Weiter auf Fernverkehrsstraße, weil kein Radweg vorhanden. Straße ist sehr schmal. 5 km vor Bozen beginnt gut ausgebauter Radweg entlang der Eisack. Bei Bozen verliert Martins Hinterrad erneut Luft. Muss alle paar Kilometer aufgepumpt werden. Fahren auf Radweg an Laives vorbei. Fahren südlich von Laives zur Hauptstraße und durch den Ort hindurch, um zum Campingplatz zu gelangen. Erreichen 22:00 Campingplatz. Sind wieder völlig erschöpft. Sämtliche Leute auf Campingplatz-Terrasse schauen zu uns herüber. Wir duschen, kochen dann Nudeln.
Kilometerstand: 168 km, Tagesetappe: 94 km.

24.7.07
Stehen 9:30 auf. Essen zum Frühstück Tintenfischsuppe. Flicken anschließend den Schlauch. 13:15 Abfahrt. Martins Hinterrad verliert wieder Luft. Pumpen auf und fahren weiter. Ingos Fahrradkette beginnt, sich öfters zu verkannten. 2 schweizer Radtouristen fragen nach dem Weg nach Trento. Wegen schlechter Beschilderung geben wir aus Versehen falsche Information. Als wir den Fehler bemerken, sind die Schweizer außer Hörweite. Zusammen mit deutschem Ehepaar, das mit Fahrrädern und Gepäck unterwegs ist, finden wir den richtigen Radweg. Das Ehepaar fährt schneller und ist bald nicht mehr zu sehen. Nach ca. 1 Stunde tauchen die Schweizer hinter uns auf. Wir entschuldigen uns. Die Schweizer grinsen gezwungen beim Vorbeifahren. Sowohl an den beiden Deutschen, als auch an den beiden Schweizern fahren wir kurze Zeit später vorbei, als diese Rasten. Aber wenig später werden wir wieder von ihnen überholt. Freuen uns darüber, dass wir nicht die einzigen Radtouristen sind. Martins Hinterrad muss ab und an aufgepumpt werden. Wollen nicht flicken, um keine Zeit zu verlieren, bevor wir den nächsten Campingplatz erreichen. Werden 15:45 vom Gewitter überrascht. Lassen zum Schutz vor Blitzeinschlägen Fahrräder auf höher gelegenem Radweg stehen und flüchten auf tiefer gelegenen Feldweg. Starker kalter Regen prasselt wie Hagelkörner. Nach 15 Minuten ist das Gewitter vorbei. Sind vollständig durchnässt. Regen lässt etwas nach. Laufen im Regen zum Radweg, um nicht von den auf dem Feldweg zahlreich vorhandenen Zecken gebissen zu werden. Regen und Wind werden wieder stärker. Laufen rückwärts und gebückt mühsam zu den Fahrrädern. Ingos Fahrrad ist umgestürzt. Dann hört der Regen auf und wir fahren auf gut ausgebautem Radweg nach Trento weiter. Nach wenigen Minuten sehen wir unter einer Brücke die beiden Schweizer. Sie krabbeln den Damm herauf und überholen uns zum dritten Mal. Touristeninformation in Trento ist 19:20 zu. Fragen einen Mann nach dem Weg zu einer Straße, in der nach unseren Informationen ein Campingplatz sein soll. Mann lotst uns mit seinem Auto zu der Straße. Leider kein Campingplatz vorhanden. Stillen 20:00 bei McDonalds unseren Hunger. Fahren dann zum Radweg zurück, um auf einem der Ausruheplätze am Rand des Radwegs zu nächtigen. 23:30 Ankunft am Ausruheplatz. Rollen Matten zwischen einer Bank und dem Fahrradständer aus und legen uns nach dem Waschen zum Schlafen nieder. Genießen Aussicht auf klaren Sternenhimmel und nahegelegene Felswand. Tolles Gefühl.
Kilometerstand: 242 km, Tagesetappe: 74 km.

25.7.07
Wachen 5:45 auf. Die ersten Radfahrer fahren an uns vorbei. Frühstücken Nudeln mit Tintenfischsuppe. Flicken Martins Schlauch zweimal. Hat nun vier Flicken in Kleeblatt-Form. Eine einheimische Radfahrerin gesellt sich 11:15 zu uns. Nach ausgiebiger Unterhaltung in drei Sprachen führt sie uns zu einem Fahrradladen in Trento. Essen nach Einkauf von Radzubehör wieder bei McDonalds. Fahren 13:15 in Richtung Rovereto los. Ingo bemerkt 15:00 bei einer Pause, dass er seine Hüfttasche mit Geld, Ausweis, Führerschein, Bank- und Kreditkarte und Bahnfahrkarten auf Toilette von McDonalds vergessen hat. Ingo fährt ohne Anhänger zurück. Martin bleibt auf Rastplatz zurück und grault sich vor stundenlangem Warten. Bedienung hat 15:20 zum Glück die Tasche mit komplettem Inhalt. Erleichterung. Vielen Dank an das Personal von McDonalds in Trento! Ingo fährt wieder Richtung Rovereto, erreicht 16:00 den Rastplatz. Erholen uns noch ein wenig. Fahren 16:30 weiter. Beschließen in Rovereto, nicht weiter nach Verona zu fahren, sondern am Gardasee entlang, da auf ursprünglich geplanter Route keine uns bekannten Campingplätze vorhanden sind. Starke Steigung hinter Mori und vor Torbole. An Nordseite vom Gardasee alle Campingplätze voll. An Ostseite des Sees bis zum Campingplatz Alpino in Malcesine gefahren. 21:45 Ankunft. Alle Stellplätze belegt. Können jedoch Caravan zu günstigerem Preis mieten. Zum Abendessen Reis mit Rindfleisch.
Kilometerstand: 310 km, Tagesetappe: 68 km.

26.7.07
Stehen 8:40 auf und frühstücken. Stellen danach fest, dass neu gekaufter Schlauch französische Ventile hat, für die unsere Luftpumpe nicht geeignet ist (wie wir fälschlicherweise denken). Fahren 11:40 ab. Strecke führt größtenteils direkt am Gardasee entlang. Aussicht ist sehr eindrucksvoll. Einige Kilometer vor Garda halten wir einen Rennradfahrer an und fragen, ob es in Garda einen Fahrradladen gibt. Er verneint und nennt ein Fahrradgeschäft mit Werkstatt in Bardolino. Kaufen 16:00 in Bardolino Schlauch für Martin und weichen Sattel für Ingo. Lassen Ingos Tretlager reparieren. Fahren 17:00 weiter. Wechseln in schattigem Platz Schlauch und Sattel. Dann Campingplatzsuche am Südende des Gardasees. Auf Campingplatz ist alles belegt. Fahren weiter nach Süden. Kommen 20:30 auf Campingplatz in Salionze an. Essen bei Froschkonzert Nudel-Tintenfischsuppe.
Kilometerstand: 374 km, Tagesetappe: 64 km.

27.7.07
Stehen 8:00 auf und frühstücken. 11:30 Abfahrt. Kaufen kurz darauf am Straßenrand vom Bauern Nektarinen. Bauer schenkt uns ein paar zusätzliche Nektarinen. Essen diese gleich dort. Spärliche Unterhaltung mit dem Bauern auf Italienisch. Weiterfahrt bei 33 Grad. Fahrt führt durch "Geisterstädte". Löschen 16:15 in der Bar eines 4-Sterne-Hotels unseren Durst. Essen am frühen Abend Pizza. Suchen danach vergeblich Campingplatz. Finden 22:30 hinter Bergantino neben Kreuzung asphaltierten Privatweg. Beschließen, darauf zu übernachten. Werden vor dem Einschlafen von Polizei bemerkt, die einen Autofahrer überprüft hat. Polizei fährt jedoch weg, ohne uns zu behelligen.
Kilometerstand: 461 km, Tagesetappe: 87 km.

28.7.07
Stehen 6:10 auf. Fahren 7:00 los. Halten 7:30 an personalloser Tankstelle an, um mit kurz darauf ankommenden per Auto von Berlin nach Cesenatico reisenden Silvio und Alit zu frühstücken. Silvio stört sich am offenen Feuer unseres Gaskochers, weil Polizisten auf der Tankstelle vorhanden sind, die Autofahrer kontrollieren. Silvio und Alit fahren 10:00 ab. 11:00 Weiterfahrt. Temperatur steigt auf 36°C. Essen am späten Nachmittag beim Bauern kalte Melone. Entdecken danach platten Anhängerreifen von Ingo und flicken den Schlauch. Müssen 10 Minuten nach der Weiterfahrt erneut flicken. Speisen dann in exklusivem Golfclub. Fahren anschließend weiter. Hinter San Biagio ist 24:00 Anhängerreifen wieder platt. Nächtigen auf Feldeinfahrt eines Gehöfts.
Kilometerstand: 551 km, Tagesetappe: 90 km.

29.7.07
Stehen 5:45 auf. Fangen an, den Schlauch mehrmals zu flicken. Immer wieder nach dem Aufpumpen sind neue Löcher vorhanden. Der Gutsbesitzer und seine Frau kommen mit Auto. Lassen uns aber auf ihrem Anwesen in Ruhe weiter flicken. Schlauch hat 10:00 nun neun Flicken und zwei weitere neue Löcher. Sehen Sinnlosigkeit des Flickens ein. Schlagen Schilfähnliches Gras und füllen Reifen damit. Montage auf die Felge gestaltet sich etwas schwierig. Aber mit den Montierhebeln schaffen wir es. 12:00 Weiterfahrt. Sehr warm, 35°C. Grasgefüllter Reifen fährt sich schwer. Wir fahren nur langsam. Machen nach sechs Kilometern auf Feldeinfahrt Mittagspause. Kochen Reis mit Pflaumenkonfitüre. Kurz bevor wir weiterfahren wollen, hält ein US-Amerikaner mit Liegerad und einachsigem Anhänger. Informative Unterhaltung über Strecken und Entfernungen. Als er von unserem Schlauchproblem erfährt, schenkt er uns einen passenden 20"-Schlauch. Many thanks to crazy guy on a bike! Er nennt uns Web-Adresse www.crazyguyonabike.com, wo er wohl seinen Reisebericht einstellen wird. Nachdem er mit einem "Think positive!" weiterfährt, bauen wir den neuen Schlauch ein. 16:00 Weiterfahrt. Suchen vor Ravenna vergeblich den für Fahrräder zu benutzenden Weg in die Stadt. Beschilderung ist missverständlich. Kostet uns eine Stunde, um zu erkennen, dass wir das Autobahnschild missachten müssen und die Leitplanken-gesäumte Straße für uns Radfahrer zu benutzen ist. Die mit Fahrrädern benutzbare Ausfahrt in Richtung Cesenatico finden wir trotz längerem Suchen nicht. Nur die für Autos benutzbare Straße. Beschilderung in Ravenna ist sehr schlecht. Essen bei McDonalds. Nehmen danach anderen Weg, als geplant. Umweg führt über viele kleine Dörfer. 23:15 Ankunft in Cervia. Sind verschwitzt und müde. Campingplätze entweder voll oder deren Rezeption geschlossen. Legen 24:00 Badetücher auf einem der wenigen frei zugänglichen Strandabschnitte aus und schwimmen in Radlerkleidung bei Mondschein im Meer. Wasser angenehm warm. Legen uns danach auf Badetücher zum Schlafen.
Kilometerstand: 641 km, Tagesetappe: 90 km.

30.7.07
Wachen 5:00 auf. Kühler geworden. Ziehen Pullover und Jeans an. Legen uns dann wieder hin und bewundern Sonnenaufgang über dem Meereshorizont. Endlich an der Adria! Fahren 9:00 nach Cesenatico ab. Erreichen 10:00 Campingplatz Zadina bei Cesenatico. 15:45 Besuch von Silvio, Alit und Martin F. Martin F. ist mit Flugzeug von Berlin gekommen. Gemeinsamer Umtrunk im Strandcafé des Campingplatzes. Am Abend wird es stürmig. Starker Wind, Gewitter, aber kaum Regen. Stattdessen fallen Piniennadeln wie Regentropfen. Müssen Zelt an den Bäumen festbinden, damit Zeltstangen nicht brechen. Essen danach trockenen Reis mit Brühwürfeln.
Kilometerstand: 651 km, Tagesetappe: 10 km.

31.7.07
Stehen 8:00 auf und frühstücken Reis mit Basilikumsauce. Verlassen 14:00 mit sämtlichem Gepäck Campingplatz. Verbringen den Nachmittag am Strand von Cesenatico, im Bagno Titanus. Essen dann im Imbiss gebratene Meerestiere. Gehen am Abend mit unseren Freunden in Spielhalle. Fahren anschließend zum Schlafen nach Cervia an freien Strand. Kriechen tief in unsere Inlets. Um 2:00 sehr kalt.
Kilometerstand: 672 km, Tagesetappe: 21 km.

1.8.07
Stehen 8:00 auf. Horde Pfadfinderinnen singt laut neben unserem Nachtlager. Wir frühstücken auf einer niedrigen Mauer am Gehweg parallel zum Strand. Nach dem Frühstück zum Bagno Titanus. Zum Mittagessen gibt es im Bagno Titanus Ravioli. Suchen 20:45 anderen Campingplatz auf, da die Nächte nun kühler sind, als vor dem Sturm. Billigste Stelle des Platzes liegt direkt an Hauptverkehrsstraße. Zum Abendessen Reis mit Gemüse.
Kilometerstand: 690 km, Tagesetappe: 18 km.

2.8.07
Wachen 10:45 auf. Zum Frühstück Toast mit Pflaumengelee, Käse und Tomaten. Verbringen den Nachmittag im Bagno Titanus. Kühlen uns mit Granita (Zitroneneisgetränk), schwimmen im Meer und fahren Tretboot. Machen zum Abendessen Risotto. Gehen danach nochmal aus.
Kilometerstand: 706 km, Tagesetappe: 16 km.

3.8.07
Wachen 8:15 auf. Es regnet leicht. Dösen nach dem Frühstück bis zum Nachmittag im Zelt. Dann ins Bagno Titanus. Kochen zum Abendessen Nudeln mit Tomatensauce. Gehen am Abend aus und essen in der Bar Giggi zwanzig Bomboloni (gefüllte Eierteigbackware). Die Menge erzeugt Irritation bei der Verkäuferin.
Kilometerstand: 719 km, Tagesetappe: 13 km.

4.8.07
Stehen 9:00 auf. Lassen Frühstück ausfallen, um Martin F. am Bahnhof Cesenatico zu verabschieden. Danach ins Bagno Titanus. Wir genießen die Zeit am Strand und fahren Tretboot. Essen am Abend Nudeln mit Gemüse.
Kilometerstand: 727 km, Tagesetappe: 8 km.

5.8.07
Stehen 9:00 auf. Nach dem Frühstück 11:45 Besuch von Silvio. Zusammen ins Bagno Titanus. Zum Abendessen Nudeln mit Tomatensauce. Dann wieder ins Bagno Titanus, wegen Feuerwerksveranstaltung zur Erinnerung an Garibaldi, einen berühmten Feldherrn Italiens.
Kilometerstand: 741 km, Tagesetappe: 14 km.

6.8.07
Stehen 9:00 auf. Nach dem Frühstück ins Bagno Titanus. Wir ruhen auf den Liegen direkt am Strand. Martin gräbt tiefes Loch und baut Sandburg. Zum Abendessen Nudeln mit Tomaten-Erbsen-Sauce.
Kilometerstand: 748 km, Tagesetappe: 7 km.

7.8.07
Stehen 7:00 auf. Sind nach dem Frühstück 10:20 am Bahnhof Cesenatico. Zug nach Ravenna soll 10:54 abfahren. Fünf Leute und die Fahrkartenverkäuferin mehren sich aus. Bekommen 10:55 endlich Fahrkarten. Zug hat zum Glück fünf Minuten Verspätung. Wagen sind für Fahrradanhänger ungeeignet. Ein- und Aussteigen deshalb sehr problematisch. Zugpersonal unfreundlich. In Ravenna bekommen wir Martins Fahrrad zusammen mit dem Anhänger nicht mehr aus dem Zug. Anhänger muss vom Fahrrad abgekoppelt werden. Verpassen den Anschlusszug nach Bologna. Nehmen eine Stunde später Zug mit Rollstuhlsymbol auf einem Wagen. In Bologna 1 1/2 Stunden Aufenthalt. Lokführer zeigt uns Fahrradabteil und erklärt, dass üblicherweise keine Fahrradanhänger in italienischen Bahnen mitgenommen werden. Kommen 20:50 in Brenner an. Regnet und ist kalt. Nach warmer Gulaschsuppe im Tankstellen-Café weiter mit Zug nach Innsbruck. Sehr freundliche Zugbegleiterin. Dann per Rad nach Mils. Treffen 1:30 am 4-Sterne-Hotel Reschenhof ein. Nacht-Angestellter hat keine Ahnung von Campingplatz-Formularen. Lässt uns die Formulare selbst ausfüllen.
Kilometerstand: 765 km, Tagesetappe: 17 km.

8.8.07
Wachen 9:30 auf. Es regnet. Berghänge von Nebel verdeckt. Schlafen wieder ein. Stehen 12:30 auf. Nach dem Frühstück wieder Regen. Schlagen im Zelt die Zeit tot. Zum Abendessen Nudeln mit Erbsen und Fischsud aus Anchovis.
Kilometerstand: 765 km, Tagesetappe: 0 km.

9.8.07
Stehen 8:00 auf. Fahren nach dem Frühstück mit Fahrräder ohne Anhänger nach Innsbruck. Dann mit der Bahn nach Brenner. 15:15 Ankunft. Oben ist es kalt. Ein paar Regentropfen fallen. Martin kauft sich Pullover. Essen danach warmen Leberkäs im Tankstellen-Café. Kaufen 16:35 Jacken und lange Hose. Fahren 17:10 mit Rädern in Richtung Innsbruck ab. Fängt an zu regnen. Starker Gegenwind. Vor und hinter Matrei einige Steigungen. Nach längerer Regenpause wieder Regen. Sind schließlich bis auf die Haut durchnässt. Abfahrt macht uns trotzdem viel Spaß. Kommen nach 3 Stunden 15 Minuten in Mils an. Wärmen uns 1/2 Stunde unter der Dusche auf. Toilettenbesucher stöhnt auf, als er in den dampfgeschwängerten Raum tritt. Haben keine Lust mehr Essen zu Kochen.
Kilometerstand: 835 km, Tagesetappe: 70 km.

10.8.07
Stehen 9:30 auf. Essen zum Frühstück gekochte auf dem Campingplatz gesammelte Äpfel mit Pflaumenkonfitüre. Spielen dann Schiffe-Versenken. Zwischendurch Besuch von Silvio und Alit, die mit Auto auf der Heimfahrt nach Berlin sind. Kochen zum Abendessen Nudeln mit Sauce, sowie mit Thunfisch und Mais gefüllte Paprikaschoten. Am späten Abend laute Musik und Unterhaltung durch andere Campingplatzbesucher.
Kilometerstand: 835 km, Tagesetappe: 0 km.

11.8.07
Stehen 6:30 auf. Machen aus Zeitmangel kein Frühstück. Packen alles zusammen und fahren nach Hall in Tirol. 8:51 Abfahrt des Regionalzugs nach Rosenheim. Radreise ist nun beendet. Schalten den Fahrradcomputer aus. Netter Zugschaffner gibt per Telefon in Rosenheim Bescheid, dass wir mit 2 Fahrrädern und großen Anhängern den Anschlusszug nach München nehmen möchten. Nur 7 Minuten Zeit, um von Gleis 7 nach Gleis 1 zu gelangen. Damit wir den Anschlusszug erreichen können, vertauscht die DB den Zug von Gleis 7 mit dem von Gleis 5, und den von Gleis 1 mit dem von Gleis 4. Hunderte von Bahnreisenden müssen aufgrund der Gleisänderungen die Bahnsteige wechseln. Auf dem Bahnsteig erwartet uns eine nette Bahnbedienstete und teilt uns mit, dass wir auf dem Bahnsteig stehen bleiben können, da der Zug auf der anderen Bahnsteigseite abfährt. "Sonst hätten Sie den Zug nicht mehr bekommen." Vielen Dank an die DB! Nutzen in München dreiviertel Stunde Aufenthalt, um zu frühstücken. Fahrradabteil im IC nach Berlin ist wieder rappelvoll. Aber wir sind die Ersten am und im Wagen und haben deshalb kein Problem. Kommen 18:40 in Berlin an. RE vom Hauptbahnhof nach Spandau hat 15 Minuten Verspätung. Fahren vom Bahnhof Spandau in den Kleingarten. Kommen 19:45 im Garten an.
Kilometerstand: 838 km, Tagesetappe: 3 km.
